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Grundordnung & LWG

Quelle: M. Wejwer

Die Grundordnung ist die Verfassung der Evangelischen Landeskirche in Baden. Sie wurde im Jahre 2007 vollständig neu gefasst und an einigen Stellen geändert. Die Grundordnung schlägt die Brücke zwischen dem Auftrag der Landeskirche als Kirche Jesu Christi und der kirchlichen Ordnung. Sie gibt die innerhalb der Landeskirche geltende Organisationsstruktur vor.


Die Grundordnung ist wie folgt gegliedert:

Vorspruch

Erster Abschnitt: Grundsätzliche Bestimmungen

Zweiter Abschnitt: Die Kirchenmitgliedschaft

Dritter Abschnitt: Die Gemeinde

Vierter Abschnitt: Der Kirchenbezirk, der Stadtkirchenbezirk

Fünfter Abschnitt: Die Landeskirche

Sechster Abschnitt: Die Ämter und Dienste der Kirche

Siebter Abschnitt: Vermögen und Haushaltswirtschaft der Kirche

Achter Abschnitt: Gemeinsame Bestimmungen

 

Der Vorspruch beschreibt die Grundlage, auf der die Landeskirche ihre Grundordnung beschlossen hat. Insbesondere benennt sie die wichtigsten Glaubensüberzeugungen und die Bekenntnisgrundlagen. Am Ende des Vorspruchs ist formuliert:

„Auf dieser Grundlage gibt sich die Evangelische Landeskirche in Baden diese Grundordnung. Sie ist dabei überzeugt, dass alles Recht in der Landeskirche allein dem Auftrag ihres Herrn Jesus Christus zu dienen hat. Es findet in diesem Auftrag seine Vollmacht und seine Grenze. Daher ist jede Bestimmung der Grundordnung im Geist der Liebe Christi zu halten.“

Dies beinhaltet zwei wichtige Aussagen: Das Kirchenrecht entfaltet neben der Heiligen Schrift keine eigenständige verpflichtende Wirkung. Vielmehr hat es dem Auftrag der Kirche zu dienen; darin findet es seine Vollmacht und seine Grenze. Weiter haben sich Rechtssetzung und Rechtsanwendung des kirchlichen Rechts in besonderer Weise am geistlichen Auftrag zu orientieren – die Buchstaben des Gesetzes dürfen nicht den Blick verstellen auf die Liebe Jesu Christi.

 

Der Erste Abschnitt der Grundordnung legt die Grundprinzipien, die in der Landeskirche gelten, fest. Neben den Theologischen Grundlagen werden die ökumenischen Beziehungen und die Prinzipien, nach denen sich Aufbau und Leitung innerhalb der Landeskirche richten, beleuchtet.

 

Nachdem es im Zweiten Abschnitt dann um Voraussetzungen und Folgen der Kirchenmitgliedschaft geht, treffen die Abschnitte drei bis fünf organisationsrechtliche Festlegungen bezüglich der Körperschaften auf den unterschiedlichen Ebenen der Kirche, beginnend mit der Gemeinde über den Kirchenbezirk bis hin zur Landeskirche selbst.

 

Im Sechsten Abschnitt geht es sodann um die verschiedenen Ämter und Dienste der Kirche, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Vielgestaltigkeit kirchlichen Dienstes und die Zusammengehörigkeit all der verschiedenen Dienste in einer Dienstgemeinschaft, gebunden an den Auftrag der Kirche, gelegt wird.   

 

Im Siebten Abschnitt werden Grundlinien für die Verwaltung kirchlicher Finanzen gelegt. Wie das Recht, so hat auch das Vermögen der Kirche der Verkündigung des Wortes Gottes zu dienen.

 

Der Achte Abschnitt schließlich trifft in den kirchlichen Körperschaften geltende gemeinsame Bestimmungen vorwiegend administrativer Art.

 

In Ergänzung zur Grundordnung wurde im Jahr 2005 das Leitungs-und Wahlgesetz (LWG) erlassen. Es regelt detaillierter als die Grundordnung Zusammensetzung, Wahl und Aufgaben der Leitungsorgane der kirchlichen Körperschaften.