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Weitere Infos rund um die Taufe

Sie interessieren sich für weitere Fragen rund um die Taufe, wie z.B. Gestaltung des Taufgottesdienstes, die theologische Bedeutung der Taufe, Gründe für die Kindertaufe etc.? Dann besuchen Sie auch die Homepage unserer Landeskirche.

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Taufe

Lebensordnung Taufe - Rechtliche Hinweise
 

Quelle: Annette Wohlfeil
Die Antworten auf die meisten Fragen zu den Lebensordnungen lassen sich unmittelbar aus kirchlichen Rechtsquellen herleiten. So die Frage, wann eine Taufe zulässig ist oder wer das Patenamt übernehmen kann. Andere Fragen berühren staatliches Recht. In dem Entwurf der Lebensordnung Taufe wird in der „Wahrnehmung der Situation“ und der „Biblisch-theologischen Orientierung“ einheitlich von „Eltern“, in den „Regelungen für die Praxis“ einheitlich von „Sorgeberechtigten“ gesprochen. In den meisten Fällen treffen Elternschaft und Sorgeberechtigung zusammen und die Entscheidung über die Taufe wird einvernehmlich getroffen. Sind sich Eltern über die Entscheidung jedoch uneins, leben sie getrennt oder sind Teile der elterlichen Sorge übertragen worden oder liegt ein Fall der Pflegschaft bzw. Adoptionspflegschaft vor, gibt es familienrechtliche Besonderheiten:

 

1. Beteiligung der Kinder bei der Entscheidung

Das Gesetz über die religiöse Kindererziehung (RKEG) ist immer zu beachten. Es ist allgemein bekannt, dass mit Vollendung des 14. Lebensjahres die Religionsmündigkeit eintritt. Entscheidungen über das religiöse Bekenntnis können dann nur von den Heranwachsenden selbst getroffen werden. Es gibt aber noch zwei weitere Altersstufen, die berücksichtigt werden müssen:                                                                                                 
Ab Vollendung des 10 Lebensjahres ist das Kind bei Entscheidungen des Familiengerichts anzuhören (§§ 2 Abs. 3, 3 Abs. 3 RKEG). Ab Vollendung des 12. Lebensjahres ist es nicht möglich, das Kind gegen dessen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher zu erziehen (§ 5 RKEG).

 

2. Gemeinsame Entscheidung der Sorgeberechtigten/ Eltern

Entscheidungen über die religiöse Erziehung sind Bestandteil der elterlichen Sorge. Steht diese gemeinsam den leiblichen Eltern zu, kann die Entscheidung, z.B. über die Taufe, nur gemeinsam getroffen werden. Bei Meinungsverschiedenheiten können sich die Eltern oder ein Elternteil an das Familiengericht wenden. Dieses kann auf Antrag die Entscheidung einem Elternteil übertragen.

 

3. Pflegschaft und Adoption

Einen Sonderfall stellt die Pflegschaft dar. Liegt das Sorgerecht nicht bei den leiblichen Eltern, kann unter Umständen die Bestimmung des religiösen Bekenntnisses vom Vormund oder Pfleger ausgeübt werden. Voraussetzung ist, dass das religiöse Bekenntnis zuvor nicht von den leiblichen Eltern bereits bestimmt wurde und die familiengerichtliche Genehmigung eingeholt wurde (§ 3 RKEG).

Gleiches gilt für ein Kind in Adoptivpflegschaft. Ist hingegen das Adoptionsverfahren abgeschlossen, so erlangt das Kind die rechtliche Stellung eines gemeinschaftlichen Kindes der Ehegatten bzw. des Annehmenden (§ 1754 BGB) .


Der konkrete Einzelfall kann Besonderheiten aufweisen. Wir empfehlen, hierzu die Beratung des Jugendamtes und ggf. ergänzend des Evangelischen Oberkirchenrates in Anspruch zu nehmen.


Das Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 finden Sie in unserer Rechtssammlung.

 

Die Lebensordnung Taufe können Sie in der Rechtssammlung nachlesen oder hier als pdf-Dokument herunterladen:

 


 

Weitere Informationen zur Taufe

 
Inhaltliche Fragen zur Taufe beantwortet die Homepage der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Dort finden Sie u.a. Antworten auf:

Anregungen für
- den Taufgottesdienst und das Tauffest

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